Agression

Der Unterschied zwischen Aggression und Gewalt

In der Gesellschaft wird Aggression oft mit Gewalt gleichgesetzt.
Dabei ist sie im ersten Schritt folgendes:
„… gegen die eigene Person oder andere Personen gerichtete negative Emotionen, die nach einer verbalen oder physischen Abreaktion suchen.“
(Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Aggression)

Gewalt ist hingegen eine Handlung durch die Personen, Tiere oder Dinge Schaden zugefügt wird. Sie hat in jeder Art einer Beziehung nichts zu suchen.

Ist Aggression typisch männlich?

Aggression ist ein Teil typisch männlichen Verhaltens, ausgelöst durch das Männlichkeitshormon Testosteron. Frauen haben dieses Hormon auch, es ist aber vergleichsweise gering dosiert gegen das „weibliche“ Hormon Östrogen.
Im Alter geht der Östrogenspiegel bei Frauen zurück, wodurch der Testosteronanteil steigt. Dies äußert sich oft in einer gesteigerten Agressivität. Frauen holen also so quasi mit der Zeit „auf“, was ihre Aggressivität betrifft.

Ist Gewalt typisch männlich, und wer leidet darunter?

Wie weiter oben schon geschrieben, holen Frauen bei der Aggressivität im Lauf der Zeit auf. So verwundert es nicht das auch die Gewalt bei ihnen zunimmt. Das auch Männer Opfer weiblicher Gewalt sind wird vielfach übersehen. Das Thema ist in unserer Gesellschaft ein Tabu: https://www.aerzteblatt.de/archiv/186686/Haeusliche-Gewalt-gegen-Maenner-Unbeachtet-und-tabuisiert
Männer sind auch in anderen Bereichen Opfer von Gewalt:
In Kriegen sterben hauptsächlich Männer (Soldaten, Männer in der Zivilbevölkerung). Bei Bandenkriegen sind die Opfer ebenso meist männlich.

Man kann also sagen:
Auch Frauen üben Gewalt aus (in Form von körperlicher oder seelischer Gewalt). Bei den Opfern von Gewalt sind Männer an vorderster Front.

Aggressivität ist ein wichtiger Teil unseres Lebens

Aggressivätit wird nicht nur gebraucht, um sich gegen Feinde zur Wehr setzen zu können. Sie hilft uns ausserdem, unser Leben besser zu meistern.
Ohne sie wäre eine Durchsetzung unserer Ziele nicht möglich.

Die Folgen der Unterdrückung von Aggressivität

Nachdem Aggression gerne mit Gewalt gleichgesetzt wird ist es gesellschaftlich unerwünscht, sie zu zeigen. Entsprechend werden Jungen und auch Mädchen dazu erzogen, ihre natürliche Aggressivität zu unterdrücken.

Frauen wünschen sich vordergründig einen Mann der keine Aggressionen zeigt. Sie bekommen damit einen „verweichlichten“ Mann, während Frauen aufgrund der Gleichberechtigung immer mehr „verhärten“.
Beide Geschlechter verlernen so mit der Zeit ihr typisches geschlechtsspezifisches Verhalten. Sie entfernen sich immer von ihrem Wesenskern, was zu einem Gefühl der Entfremdung zu sich selbst führt.

Eine Paarbeziehung und vor allem die Erotik lebt aber von einer gewissen Spannung zwischen einem Paar. Erinnern Sie sich nur an den letzten heftigen Streit mit ihrem Partner, der in heißem Sex endete. Hier wurde die Spannung, die Aggressivität des Streits in sexuelle Lust umgewandelt. Wenn es keine Reibungspunkte in einer Beziehung mehr gibt, weil er zu angepasst und sie zu dominant ist, kann auch keine Spannung entstehen und der Sex wird entsprechend langweilig, mit ihm die ganze Beziehung.

Frauen wollen echte Männer (nicht nur) im Bett, die wissen was sie tun und sich auch wie echte Männer benehmen. Eine gewisse Aggressivität ist hier durchaus dabei und wird von Frauen gerne gesehen, wenn sie sich in einem vernünftigen Rahmen bewegt.
Männer wollen echte Frauen, also Frauen die ihre Weiblichkeit leben. Ein typisches männliches Verhalten wie Dominanz und Aggressivität wäre hier kontraproduktiv.
Es sollte also eine Spannung entstehen. Diese kann sich natürlich auch dadurch aufbauen das der Mann extrem nachgiebig (weiblich), die Frau extrem dominant (männlich) wird. Da hier aber jeder gegen seine Natur handelt wird es hier nicht zu einer wirklich erfüllenden Begegnung kommen.

Wie am besten mit Aggressivität umgehen?

Wie wir gesehen haben kann Aggressivität durchaus gut sein, wenn sie vernünftig kanalisiert wird. 

„Wut ist für einen Menschen wie Benzin für ein Auto – sie treibt einen An, damit man weiterkommt an einen besseren Ort. Ohne sie hätte man keinerlei Motivation, sich einem Problem zu stellen. 
Wut ist die Energie, die uns zwingt, zu definieren, was gerecht ist und was ungerecht“
Mahatma Gandhi

Gerhard
Gerhard